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Dies ist nur Gedankenspielerei. Ich überlege, wie man Lojban mit dem (perso-)arabischen Alphabet schreiben könnte. Die Vorschläge, die ich kenne (s. [[jbocre:_Arabic_Orthography|hier,]] [http://jbotcan.org/ideas/#629 hier] und [http://jbotcan.org/ideas/#630 hier]), finde ich nicht sehr gut.
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Dies ist nur Gedankenspielerei. Ich überlege, wie man Lojban mit dem (perso-)arabischen Alphabet schreiben könnte. Die Vorschläge, die ich kenne (s. [[Arabic Orthography|hier]], [http://jbotcan.org/ideas/#629 hier] und [http://jbotcan.org/ideas/#630 hier]), finde ich nicht sehr gut.
  
 
Ich hätte gern ein System, das
 
Ich hätte gern ein System, das

Revision as of 07:39, 26 April 2015

Hinweis

Dies ist nur Gedankenspielerei. Ich überlege, wie man Lojban mit dem (perso-)arabischen Alphabet schreiben könnte. Die Vorschläge, die ich kenne (s. hier, hier und hier), finde ich nicht sehr gut.

Ich hätte gern ein System, das

  • verhältnismäßig einfach ist;
  • nicht zu „überraschend“ für mit der Schrift Vertraute ist – also nicht zu ungewöhnliche Laut-Buchstaben-Zuordnungen trifft;
  • „modular“ ist – es also erlaubt, redundante Schriftzeichen wegzulassen;
  • sich mit der mir zugänglichen persischen Tastaur leicht schreiben läßt;
  • nett aussieht.

Offizialisierbarkeit ist also kein Ziel.


Buchstaben (Konsonanten)

ی و ه ن م ل ک ق ف ع ش س ز ر د ح ج ت پ ب ا
v/∅ n m l k g f c s z r d x j t p b

Die Buchstaben, die selbst für keinen Laut stehen (∅), können Vokalzeichen tragen.

Folgt auf ein lām ein alif, dann wird immer die Ligatur لا verwendet.

Man könnte für {g} und {j} auch گ und ژ verwenden, die aber komplizierter zu schreiben sind. Ich habe da (noch) keine gefestigte Meinung, was besser ist.

و spielt derzeit eine Doppelrolle. ڤ für {v} läge nahe, ist aber auf meiner Tastatur nicht verfügbar.

Vokalzeichen

a/y o/u e/i

Fatha steht für den Vokal {a}, wenn es auf alif steht. Überall sonst steht Fatha für den Schwa-Laut ({y}).

Damma auf ʿain steht für den Vokal {o}. Damma auf wāw steht für den Vokal {u}.

Kasra auf hāʾ steht für den Vokal {e}. Auf yāʾ steht es für den Vokal {i}.

پاَ سعُ موُ رهِ بیِ
pa so mu re bi


Hilfszeichen

Hamsa (ء,ـٔ) – me'o .xamzas. bu

Das Hamsa steht für den Glottalverschlußlaut {.} ({denpa bu}). Das Hamsa kann auf drei (bzw. vier) Arten geschrieben werden:

Am Wortanfang steht es auf alif. (Trägt das alif ein Fatha, kann das Hamsa aus ästhetischen Gründen auch unter das alif geschrieben werden. Deshalb heißt es oben „(bzw. vier)“.)

Am Wortende steht es auf dem jeweils letzten Buchstaben des Wortes.

In den Wörtern der Form Konsonant + {y} (aus Selma’o BY) und in dem Wort {.y’y.} steht das Hamsa auf der Grundlinie und trägt dann auch das Fatha, mit dem der Laut {y} geschrieben wird. Außerdem steht das Hamsa auf der Grundlinie, wenn Cmavo wie folgt zusammen geschrieben werden: {na.e} (vgl. CLL 14.6). Das Wort {.y.} wird wie folgt geschrieben: ءَ

ألعُجباَنٔ بءَ ‌إَءَ بَفَٔ ناَءهِ ءَ
.lojban. by. .y’y. byfy. na.e .y.


Sukun (ـْ) – me'o .sukun. bu

Diphthonge werden mit Hilfe eines Sukun geschrieben. Auf yāʾ bzw. wāw zeigt es den Gleitlaut/Halbvokal {i} bzw. {u} an.

Ein Zeichen für den lojbanischen Vokalzwischenlaut {’} wird nicht benötigt, da die Diphthonge gekennzeichnet sind.

باَیْ باَیِ قاوْ قاَوُ یْاَ أیُاَ وْاَ أوُاَ
bai ba’i gau ga’u ia .i’a ua .u’a


Schadda (ـّ) – me'o .cadas. bu

Die lojbanische Sprache kennt keine geminierten Konsonanten. Treffen in einem Wort zwei gleiche Konsonanten aufeinander (wie es in Lujvo vorkommt), tritt nach der lojbanischen Morphologie ein Vokal {y} dazwischen. In solchen Fällen schreibt man den Konsonantenbuchstaben einmal und setzt ihm ein Schadda auf.

سهِلّهِوُ بیِجّبوُ
selyle’u bijyjbu


Madda (ـٓ) – me'o .madas. bu und Dolch-Alif (ـٰ) – me'o .cmalif. bu

Wo nach den Regeln zwei alif aufeinanderträfen, wird nur ein alif geschrieben, das dann ein Madda trägt.

زآ بیِسمآ آلپاَکاَ
za’a bisma’a .alpaka

In dem Wort {.a'a} würden sogar drei alif aufeinandertreffen: أ + اَ + اَ. In einem solchen Fall wird ein yāʾ-förmiger Buchstabe mit einem Dolch-Alif versehen. Ferner ist alif (gleichgültig, ob es ein Madda trägt) nie der einzige Buchstabe in einem Wort.

آیِ آیٰ أیِ أیٰ
.a'i .a'a .i .a

Vereinfachte Schreibweise

Die vorstehenden Regeln genügen (hoffentlich) für eine eindeutige Laut-Buchstaben-Zuordnung in allen Fällen. Ein Leser, dem die morphologischen Regeln des Lojbanischen bekannt sind, benötigt allerdings nicht alle Vokal- und Hilfszeichen, da sich die Lautwerte in vielen Fällen eindeutig aus dem Kontext ergeben. Daher kann man die Schreibweise für den Alltagsgebrauch erheblich vereinfachen. Im Regelfall dürfte man

  • das diakritische Hamsa immer (nicht aber das Hamsa auf der Grundlinie),
  • das Damma immer (außer vielleicht manchmal auf wāw?),
  • das Kasra immer,
  • das Fatha dann, wenn es für {a} steht,
  • das Fatha dann, wenn es auf einem auf der Grundlinie stehenden Hamsa steht,
  • das Fatha dann, wenn das {y}, für das es steht, aus der Konsonantengruppe morphologisch vorhersagbar ist (vgl. CLL 3.6),

weglassen, ohne daß das Lesen erschwert wird. Sukun, Schadda und Madda sowie das Fatha in den sonstigen Fällen sollten hingegen im Normalfall geschrieben werden. Auch das Dolch-Alif sollte immer geschrieben werden. (Ist das aus technischen Gründen nicht möglich, kann es möglicherweise durch Fatha ersetzt werden.)

Textbeispiel

نیِعُ دهِیْ موُپلیِ سهِلشیِاَ أیِ لاَ آلیِسٔ شوُ پهِنمیِ لأَ ساَمٔ قعُیْ أءَ أیِ أءَ شوُسکوُ لوُ ماَ ءَ راَفسیِ زعُ أسکاَمیِ لیِوُ أیِ أیِتکوْیِلهِ قآ میِ أیِ وْوُ دعُ دهِیْ تشیِدوُ لآ واَوْ أوُوُ ساَیْ

In vereinfachter Schreibweise:

نیع دهیْ موپلی سهلشیا ای لا آلیس شو پهنمی لا سام قعیْ اء ای اء شوسکو لو ما ء رافسی زع اسکامی لیو ای ایتکوْیله قآ می ای وْو دع دهیْ تشیدو لآ واوْ اوو سایْ

In Lateinschrift:

ni'o dei mupli selci'a .i la .alis. cu penmi la. sam. goi .y'y. .i .y'y. cusku lu ma .y. rafsi zo .skami. li'u .i .itkuile ga'a mi .i uu do dei tcidu la'a vau .u'u sai

Ein längeres Beispiel (Auszug aus la .alis.): File:alisxrab.pdf

Lücken

Vermutlich sind nicht alle Sonderfälle, die in Cmevla vorkommen können, erfaßt.

Unregelmäßige Syllabierung ({,}) ist nicht geregelt.

Unregelmäßige Betonung ist nicht geregelt. Ein Strich über der betonten Silbe liegt wohl nahe.

Möglicherweise ergeben sich Probleme aus der Doppelrolle des Buchstaben و (s. o.).

Islamische Begriffe

Wörter, die für die islamische Religion von Bedeutung sind, werden in einigen Sprachen, die das arabische Alphabet verwenden, (nahezu) unverändert in der arabischsprachigen Schreibweise verwendet. In gewissen Grenzen könnte man damit auch im Lojbanischen experimentieren und beispielsweise die ﷲ-Ligatur für {.alax.} verwenden.

ای آع لا الله سیدجو ای آع لا آلاح سیدجو
أیِ آعُ لأَ الله سیِدجوُ أیِ آعُ لأَ آلاَحٔ سیِدجوُ
.i .a’o la .alax. sidju .i .a’o la .alax. sidju

mu'o mi'e .iesk. 21:07, 21 djulio 2013 (UTC)